BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:1359/2011  
Aktenzeichen:110-42-00-1-we
Art:Beschlussvorlage  
Datum:17.11.2011  
Betreff:Status Arbeitsgruppe Personalwirtschaft
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussentwurf:

 

Der Personal- und Organisationsausschuss nimmt den in dieser Vorlage dargestellten Sachstand zur Arbeitsgruppe Personalwirtschaft zur Kenntnis.

 

gezeichnet:

Häusler


 

Begründung:

 

I.                     Hintergründe

 

Orientiert an den in der Vorlage 0600/2010 (Fortschreibung Haushaltssicherungskonzept 2011 bis 2015) skizzierten Einsparvolumina und auch im Hinblick auf bevorstehende Personalabgänge in den nächsten Jahren ist von Herrn Oberbürgermeister Buchhorn Ende 2010 die „Arbeitsgruppe Personalwirtschaft“ (AG PW) ins Leben gerufen worden. Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus den Leitungen der Fachbereiche 01, 03, 11, 14 sowie 20 zusammen und wird von Herrn Stadtkämmerer Häusler geleitet.

 

 

II.                   Vorgehensweise / Ansätze der AG PW

 

1.      Produktkritik

 

Im Mittelpunkt der Überlegungen standen zunächst die städtischen Produkte – gemäß dem Produktplan – verbunden mit den folgenden Fragestellungen:

 

§         Welcher Ressourceneinsatz ist mit der Erstellung eines Produktes verbunden?
(= Bewertung der Produkte nach Höhe des Aufwands)

§         Welche Wirkung bzw. welches Ergebnis steht hinter dem Produkt?
(= Bewertung der Produkte nach Stadtzielrelevanz / Bedeutung für die Stadt)

§         Stimmt das Verhältnis zwischen Aufwand (Ressourceneinsatz) und Nutzen (Wirkung / Bedeutung des Produktes)?

 

Dabei sollten zunächst nicht aus externer Sicht bzw. Sicht der Querschnittsverwaltung Potentiale aufgezeigt werden. Vielmehr waren die einzelnen Fachbereiche aufgefordert, selbst Vorschläge zu unterbreiten, da gerade dort das Know-how im Hinblick auf die Produkterbringung am besten gegeben ist.

 

Im Fokus der Überlegungen standen an erster Stelle diejenigen Produkte, die zwar einen hohen Einsatz von Ressourcen fordern, gleichzeitig aber geringe Wirkung und Bedeutung für die Stadt haben.

 

2.      Dialoge mit den Fachbereichen

 

Die von den Fachbereichen (und schlussendlich auch von der AG PW selbst) entwickelten Ansätze wurden und werden kritisch geprüft, hinterfragt und weiterentwickelt. Die AG PW hat dazu bereits sukzessive mit allen Fachbereichen Einzelgespräche geführt. Im Verlauf der Diskussionen und Prüfungen konnten zahlreiche weiterzuverfolgende und erfolgversprechende Maßnahmen quantifiziert werden.

 

3.      Externe Organisationsuntersuchung

 

Im Rahmen der Vorlage 1238/2011 wurde im Zuge der Mittelbereitstellung über einen weiteren Baustein der AG PW, nämlich die Durchführung einer externen Organisationsuntersuchung, informiert. Die Vergabeentscheidung zur Durchführung der Untersuchung der Bereiche 32, 61 sowie Großveranstaltungen und Wohnraumüberwachung ist zugunsten der Fa. PricewaterhouseCoopers AG (PWC) gefallen, die mittlerweile schriftlich beauftragt worden ist und bereits ihre Arbeit aufgenommen hat.

 

 

III.                  Erfolge und Prognosen

 

Zielsetzung der AG PW ist es zunächst, sämtliche Potentiale im Personalbereich gebündelt darzustellen, deshalb erfolgt z. B. auch eine Einbeziehung der noch offenen Einsparpotentiale aus der Kienbaumuntersuchung (gem. Vorlage Nr. 1100/2011 noch 31,50 Stellen). Ebenso werden personalwirtschaftliche Restriktionen (z. B. Wiederbesetzungssperren) erfolgreich angewandt.

 

Durch den ganzheitlichen produktkritischen Ansatz der AG PW (siehe oben unter II.1) wird auch klar, dass sämtliche Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit in den Blick zu nehmen sind.

 

Mit Stand der letzten abgestimmten Sitzung der AG PW (18.10.2011) können insgesamt bis zum Jahr 2015 Erfolge von ca. 23,6 Mio. € prognostiziert werden (im Wesentlichen Personaleinsparungen, aber auch Ertragssteigerungen und sonstige Aufwandreduzierungen):

 

 

Die hier dargestellten Beträge werden im Rahmen der weiteren Arbeit der AG PW laufend fortgeschrieben und ergänzt.

 

Bereits bei den aufgezeigten Einsparvolumina zeigt sich, dass es sich hier nicht ausschließlich um reine Personalmaßnahmen / Stelleneinsparungen gemäß Stellenplan handelt, da auch Aufwandsreduzierungen, Ertragssteigerungen, Wiederbesetzungssperren in die Betrachtung mit einfließen (müssen) – es handelt sich um Äquivalenzwerte.

 

Diese Sichtweise gilt erst recht für das originäre Einsparziel von 170 Stellen(äquivalenten) – gemäß Vorlage 0600/2010 kumuliert bis 2015 auf 35,7 Mio. €, zumal zu konstatieren ist, dass nicht jeder altersbedingte Abgang ersatzlos bleiben kann und Personaleinsparungen z. T. höhere Sachaufwände / Mittel für Fremdvergabe gegenüberstehen.


 

Begründung der einfachen Dringlichkeit

Infolge diverser Abstimmungen konnte die Vorlage erst zum Nachtragstermin fertig gestellt werden.