Betreff
BNE-Konzept - Strukturelle Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung entlang der gesamten Bildungskette
Vorlage
2026/0224
Aktenzeichen
405-BA
Art
Kenntnisnahmevorlage

Kenntnisnahme:

Das beigefügte BNE-Konzept (BNE - Bildung für nachhaltige Entwicklung) wird zur Kenntnis genommen.

gezeichnet:

In Vertretung                            In Vertretung

Adomat                                    Lünenbach

(zugleich in Vertretung

des Oberbürgermeisters)


Begründung:

Im Jahr 2019 fasste der Rat der Stadt den Beschluss, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen als handlungsleitend anzuerkennen und eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Als eine von 30 Modellkommunen des Projekts „Global Nachhaltige Kommune NRW“ (GNK NRW) wurde die Stadt Leverkusen bei ihrem Vorhaben durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von ENGAGEMENT GLOBAL in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. (LAG 21 NRW) begleitet. Ein verwaltungsinternes Kernteam sowie eine breit aufgestellte Steuerungsgruppe aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeiteten gemeinsam ein Handlungsprogramm, das der Rat der Stadt Leverkusen im Jahr 2021 offiziell beschlossen hat (vgl. Ratsbeschluss zur Vorlage Nr. 2021/0999). Als zentrale Handlungs- und Themenfelder wurden „Nachhaltige Verwaltung“, „Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft“, „Globale Verantwortung & Eine Welt“, „Klimaschutz & Energie“ und „Wohnen & Nachhaltige Quartiere“ festgelegt. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Leverkusen etabliert somit die Vielfalt der Nachhaltigkeitsziele als verbindliche Leitlinien für Verwaltung, Politik und in der Stadtgesellschaft. Ein dauerhaft eingerichteter Nachhaltigkeitsbeirat sowie ein systematisches Monitoring sichern die konsequente Umsetzung in allen Bereichen.

Im Themenfeld „Globale Verantwortung & Eine Welt“ ist Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema fest verankert. Dazu zählt vor allem die Schaffung einer verwaltungsinternen BNE-Stelle. Mit Ratsbeschluss zur Vorlage Nr. 2021/0881 wurde dies umgesetzt. Die Fachkoordinatorin Bildung für nachhaltige Entwicklung (Fachbereich Schulen/Kommunales Bildungsbüro (FB 40)) steuert seit Dezember 2022 den Projektablauf und steht als zentrale Ansprechpartnerin für die am Prozess Beteiligten und interessierte Personen zur Verfügung. Zu den verschiedenen Aufgaben und Maßnahmen gehören beispielsweise die Bestandsaufnahme und Vernetzung BNE-interessierter Bildungseinrichtungen in einem gemeinsamen Netzwerk, die Erarbeitung eines Fachkonzepts durch dieses Netzwerk und die Ausweitung von BNE-Angeboten für alle Menschen in der Stadt, um die Relevanz von Nachhaltigkeit für den Alltag hervorzuheben, sodass nachhaltiges Lernen systematisch in allen Bildungsbereichen verankert wird.

Das BNE-Konzept der Stadt Leverkusen wurde beginnend im Herbst 2023 in einem mehrstufigen und partizipativen Prozess entwickelt. Grundlage hierfür war die Zusammenarbeit von Akteurinnen und Akteuren aus zahlreichen Bildungseinrichtungen und der Stadtverwaltung im Rahmen des BNE-Netzwerks Leverkusen. In fünf Arbeitsgruppen (Frühkindliche Bildung, Schule, Aus- & Weiterbildung/Hochschule, Erwachsenenbildung und Non-formale Bildung) wurden bedarfsgerechte Handlungsfelder und darauf abgestimmte strategische und operative Ziele sowie praxisnahe Maßnahmen gemeinsam entwickelt. Dieser kooperative Arbeitsansatz stellt sicher, dass das Konzept eng an den lokalen Gegebenheiten ausgerichtet ist und die Perspektiven der Beteiligten einbezieht.

Neben gezielten Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern sind auch zahlreiche netzwerkweite Aktivitäten geplant:

·       Einheitliche Kommunikation und Öffentlichkeit, um BNE in Leverkusen bekannter zu machen,

·       gemeinsame Aktionen und Stadtteilprojekte, z. B. ein Nachhaltigkeitstag,

·       gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards für Veranstaltungen der Netzwerkmitglieder,

·       Schaffung einer zentralen Wissensbasis durch die Zusammenführung vorhandener Informationen, die Sammlung von Best-Practice-Beispielen und Fortbildungsmöglichkeiten,

·       Benennung von BNE-Beauftragten in mitwirkenden Bildungseinrichtungen, um eine effizientere Kommunikation zu ermöglichen,

·       Pilotprojekte zum Whole Institution Approach in allen Handlungsfeldern,

·       Entwicklung von gemeinsamen Evaluationsinstrumenten.

Die Maßnahmen bauen bewusst auf bestehenden personellen und finanziellen Strukturen auf. Die anvisierten Pläne erfolgen im Rahmen der regulär in den Einrichtungen bzw. von den Mitgliedern des BNE-Netzwerks ausgeübten Tätigkeiten. Es entstehen somit keine zusätzlichen Kosten.

Mit dem vorliegenden BNE-Konzept ist für die Stadt Leverkusen ein fachlich fundierter und breit getragener Orientierungsrahmen zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung entlang der gesamten Bildungskette entwickelt worden. Die in den Handlungsprogrammen formulierten strategischen und operativen Ziele sowie die konkreten Maßnahmen markieren den Übergang von der konzeptionellen Phase in eine mehrjährige Umsetzungs- und Verstetigungsphase. Die Maßnahmentabellen bieten hierfür eine belastbare Grundlage und ermöglichen ein schrittweises Vorgehen. Insgesamt versteht sich das BNE-Konzept als dynamischer Handlungsrahmen, der regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden soll.

Das BNE-Netzwerk Leverkusen hat sich im Entwicklungsprozess dabei als tragfähige Plattform für Austausch, Kooperation und gemeinsame Konzeptentwicklung bewährt. Auch in der Umsetzungsphase kommt ihm eine zentrale Rolle bei der Begleitung der Maßnahmen und dem arbeitsgruppenübergreifenden Austausch zu. Auch zukünftig bleibt die Koordination des BNE-Prozesses durch eine BNE-Stelle ein entscheidender Erfolgsfaktor, um Schnittstellen zwischen Bildungsbereichen, Verwaltung und externen Partnerinnen und Partnern zu moderieren und Synergien gezielt zu nutzen.


I) Finanzielle Auswirkungen im Jahr der Umsetzung und in den Folgejahren

 Nein (sofern keine Auswirkung = entfällt die Aufzählung/Punkt beendet)

 Ja – ergebniswirksam

Produkt:       Sachkonto:      

Aufwendungen für die Maßnahme:      

Fördermittel beantragt:   Nein   Ja       %

Name Förderprogramm:      

Ratsbeschluss vom       zur Vorlage Nr.      

Beantragte Förderhöhe:      

 Ja – investiv

Finanzstelle/n:       Finanzposition/en:      

Auszahlungen für die Maßnahme:      

Fördermittel beantragt:   Nein   Ja       %

Name Förderprogramm:      

Ratsbeschluss vom       zur Vorlage Nr.      

Beantragte Förderhöhe:      

Maßnahme ist im Haushalt ausreichend veranschlagt

 Ansätze sind ausreichend

 Deckung erfolgt aus Produkt/Finanzstelle      

 in Höhe von      

Jährliche Folgeaufwendungen ab Haushaltsjahr:      

 Personal-/Sachaufwand:      

 Bilanzielle Abschreibungen:      

Hierunter fallen neben den üblichen bilanziellen Abschreibungen auch einmalige bzw. Sonderabschreibungen.

 Aktuell nicht bezifferbar

Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam) ab Haushaltsjahr:      

 Erträge (z. B. Gebühren, Beiträge, Auflösung Sonderposten):      

Produkt:       Sachkonto      

Einsparungen ab Haushaltsjahr:      

 Personal-/Sachaufwand:      

Produkt:       Sachkonto      

 ggf. Hinweis Dez. II/FB 20:            

II) Nachhaltigkeit der Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes:

Klimaschutz  betroffen

Nachhaltigkeit

kurz- bis

mittelfristige Nachhaltigkeit

langfristige Nachhaltigkeit

 ja   nein

 ja   nein

 ja   nein

 ja   nein