Kenntnisnahme:
Das beigefügte BNE-Konzept (BNE - Bildung für nachhaltige
Entwicklung) wird zur Kenntnis genommen.
gezeichnet:
In Vertretung In Vertretung
Adomat Lünenbach
(zugleich in Vertretung
des Oberbürgermeisters)
Im Jahr 2019 fasste der Rat der Stadt den
Beschluss, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen als
handlungsleitend anzuerkennen und eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie zu
entwickeln. Als eine von 30 Modellkommunen des Projekts „Global Nachhaltige
Kommune NRW“ (GNK NRW) wurde die Stadt Leverkusen bei ihrem Vorhaben durch die
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von ENGAGEMENT GLOBAL in
Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft
Agenda 21 NRW e. V. (LAG 21 NRW) begleitet. Ein
verwaltungsinternes Kernteam sowie eine breit aufgestellte Steuerungsgruppe aus
Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
erarbeiteten gemeinsam ein Handlungsprogramm, das der Rat der Stadt Leverkusen im
Jahr 2021 offiziell beschlossen hat (vgl. Ratsbeschluss zur Vorlage Nr. 2021/0999).
Als zentrale Handlungs- und Themenfelder wurden „Nachhaltige Verwaltung“,
„Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft“, „Globale
Verantwortung & Eine Welt“, „Klimaschutz & Energie“ und „Wohnen &
Nachhaltige Quartiere“ festgelegt. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt
Leverkusen etabliert somit die Vielfalt der Nachhaltigkeitsziele als
verbindliche Leitlinien für Verwaltung, Politik und in der Stadtgesellschaft.
Ein dauerhaft eingerichteter Nachhaltigkeitsbeirat sowie ein systematisches
Monitoring sichern die konsequente Umsetzung in allen Bereichen.
Im Themenfeld „Globale Verantwortung &
Eine Welt“ ist Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema fest
verankert. Dazu zählt vor allem die Schaffung einer verwaltungsinternen
BNE-Stelle. Mit Ratsbeschluss zur Vorlage Nr. 2021/0881 wurde dies umgesetzt.
Die Fachkoordinatorin Bildung für nachhaltige Entwicklung (Fachbereich Schulen/Kommunales
Bildungsbüro (FB 40)) steuert seit Dezember 2022 den Projektablauf und steht
als zentrale Ansprechpartnerin für die am Prozess Beteiligten und interessierte
Personen zur Verfügung. Zu den verschiedenen Aufgaben und Maßnahmen gehören
beispielsweise die Bestandsaufnahme und Vernetzung BNE-interessierter
Bildungseinrichtungen in einem gemeinsamen Netzwerk, die Erarbeitung eines
Fachkonzepts durch dieses Netzwerk und die Ausweitung von BNE-Angeboten für
alle Menschen in der Stadt, um die Relevanz von Nachhaltigkeit für den Alltag
hervorzuheben, sodass nachhaltiges Lernen systematisch in allen
Bildungsbereichen verankert wird.
Das BNE-Konzept der Stadt Leverkusen wurde beginnend im Herbst 2023 in einem mehrstufigen und partizipativen Prozess entwickelt. Grundlage hierfür war die Zusammenarbeit von Akteurinnen und Akteuren aus zahlreichen Bildungseinrichtungen und der Stadtverwaltung im Rahmen des BNE-Netzwerks Leverkusen. In fünf Arbeitsgruppen (Frühkindliche Bildung, Schule, Aus- & Weiterbildung/Hochschule, Erwachsenenbildung und Non-formale Bildung) wurden bedarfsgerechte Handlungsfelder und darauf abgestimmte strategische und operative Ziele sowie praxisnahe Maßnahmen gemeinsam entwickelt. Dieser kooperative Arbeitsansatz stellt sicher, dass das Konzept eng an den lokalen Gegebenheiten ausgerichtet ist und die Perspektiven der Beteiligten einbezieht.
Neben gezielten Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern sind auch zahlreiche netzwerkweite Aktivitäten geplant:
· Einheitliche Kommunikation und Öffentlichkeit, um BNE in Leverkusen bekannter zu machen,
· gemeinsame Aktionen und Stadtteilprojekte, z. B. ein Nachhaltigkeitstag,
· gemeinsame Nachhaltigkeitsstandards für Veranstaltungen der Netzwerkmitglieder,
· Schaffung einer zentralen Wissensbasis durch die Zusammenführung vorhandener Informationen, die Sammlung von Best-Practice-Beispielen und Fortbildungsmöglichkeiten,
· Benennung von BNE-Beauftragten in mitwirkenden Bildungseinrichtungen, um eine effizientere Kommunikation zu ermöglichen,
· Pilotprojekte zum Whole Institution Approach in allen Handlungsfeldern,
· Entwicklung von gemeinsamen Evaluationsinstrumenten.
Die Maßnahmen bauen
bewusst auf bestehenden personellen und finanziellen Strukturen auf. Die
anvisierten Pläne erfolgen im Rahmen der regulär in den Einrichtungen bzw. von
den Mitgliedern des BNE-Netzwerks ausgeübten Tätigkeiten. Es entstehen somit
keine zusätzlichen Kosten.
Mit dem vorliegenden BNE-Konzept ist für die Stadt Leverkusen ein fachlich fundierter und breit getragener Orientierungsrahmen zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung entlang der gesamten Bildungskette entwickelt worden. Die in den Handlungsprogrammen formulierten strategischen und operativen Ziele sowie die konkreten Maßnahmen markieren den Übergang von der konzeptionellen Phase in eine mehrjährige Umsetzungs- und Verstetigungsphase. Die Maßnahmentabellen bieten hierfür eine belastbare Grundlage und ermöglichen ein schrittweises Vorgehen. Insgesamt versteht sich das BNE-Konzept als dynamischer Handlungsrahmen, der regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden soll.
Das BNE-Netzwerk Leverkusen hat sich im
Entwicklungsprozess dabei als tragfähige Plattform für Austausch, Kooperation
und gemeinsame Konzeptentwicklung bewährt. Auch in der Umsetzungsphase kommt
ihm eine zentrale Rolle bei der Begleitung der Maßnahmen und dem arbeitsgruppenübergreifenden
Austausch zu. Auch zukünftig bleibt die Koordination des BNE-Prozesses
durch eine BNE-Stelle ein entscheidender Erfolgsfaktor, um Schnittstellen
zwischen Bildungsbereichen, Verwaltung und externen Partnerinnen und Partnern zu
moderieren und Synergien gezielt zu nutzen.
I) Finanzielle Auswirkungen im Jahr der
Umsetzung und in den Folgejahren
Nein (sofern keine Auswirkung = entfällt die Aufzählung/Punkt
beendet)
Aufwendungen für die Maßnahme: €
Fördermittel beantragt: Nein Ja %
Ratsbeschluss vom zur
Vorlage Nr.
Ja – investiv
Finanzstelle/n: Finanzposition/en:
Auszahlungen für die Maßnahme: €
Fördermittel beantragt: Nein Ja %
Name Förderprogramm:
Ratsbeschluss vom zur Vorlage Nr.
Beantragte Förderhöhe: €
Maßnahme ist im Haushalt ausreichend
veranschlagt
Ansätze sind ausreichend
Deckung erfolgt aus Produkt/Finanzstelle
Jährliche Folgeaufwendungen ab
Haushaltsjahr:
Bilanzielle Abschreibungen: €
Hierunter
fallen neben den üblichen bilanziellen Abschreibungen auch einmalige bzw.
Sonderabschreibungen.
Aktuell nicht bezifferbar
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam) ab
Haushaltsjahr:
Erträge (z. B. Gebühren, Beiträge,
Auflösung Sonderposten): €
Produkt: Sachkonto
Einsparungen ab Haushaltsjahr:
Personal-/Sachaufwand: €
Produkt: Sachkonto
II) Nachhaltigkeit der Maßnahme im Sinne des
Klimaschutzes:
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Klimaschutz betroffen |
Nachhaltigkeit
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kurz- bis mittelfristige Nachhaltigkeit |
langfristige Nachhaltigkeit
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ja nein |
ja nein |
ja nein |
