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Name:2017/1600  
Aktenzeichen:62-32-13
Art:Beschlussvorlage  
Datum:03.04.2017  
Betreff:Straßenbenennungen im Leverkusener Stadtteil Opladen (nbso Westseite)
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussentwurf:

 

Die neuen Straßenverläufe im Baugebiet „Neue Bahnstadt Opladen - Westseite“

erhalten die Bezeichnungen:

 

- Europa-Allee,

 

- Bruno-Wiefel-Platz,

 

- Am Brückenpark,

 

- Brückenpark,

 

- Henkelmännchen-Platz.

 

Der von der Goethestraße weiterführende Straßenverlauf bis zur Europa-Allee soll der Goethestraße zugeordnet werden und erhält ebenfalls die Bezeichnung:

 

- Goethestraße.

 

Die genaue Lage der Straßen geht aus dem beigefügten Planausschnitt hervor.

 

 

gezeichnet:

In Vertretung

Deppe


Begründung:

 

Die zu benennenden Straßen liegen im Bereich des Bebauungsplans „Opladen nbso/Westseite“. Um die Bedeutung der neuen Hauptverkehrsstraße zu unterstreichen, wird der Name Europa-Allee vorgeschlagen. Mit der Namenswahl soll zudem der europäische Gedanke gewürdigt werden. Durch die geplante Bepflanzung erhält die Straße den Allee-Charakter. Eine Verwechslung mit der Straße Europaring wird nicht gesehen, da dem Europaring keine Hausnummern zugeordnet sind.

 

Für den Vorplatz zu dem geplanten Torhaus sowie für den neuen Busbahnhof wird die Benennung nach dem ehemaligen Bürgermeister Bruno Wiefel vorgeschlagen. Bruno Wiefel (*1924 in Kirchen bei Betzdorf, +2001 in Leverkusen) lebte seit 1935 in Opladen und ging dort auch zur Schule. 1939 - 1943 besuchte er die fliegertechnische Vorschule in Berlin. Nach den Kriegsjahren und der Zeit in britischer Gefangenschaft arbeitete Bruno Wiefel seit 1947 beim Bundesbahnausbesserungswerk in Opladen und engagierte sich gewerkschaftlich. 1948 trat er außerdem der SPD bei.

 

Bruno Wiefel war von 1952 bis 1974 Mitglied des Rates der Stadt Opladen und wurde dort 1956 zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt. Von 1958 bis 1974 war er Bürgermeister der Stadt Opladen. Nach der Gebietsreform war er von 1975 bis 1989 Mitglied des Rates der Stadt Leverkusen. Am 4. Oktober 1961 rückte er in den nordrhein-westfälischen Landtag nach, dem er bis 1962 angehörte. 1953/54 absolvierte er ein Studium an der Sozialakademie Dortmund und erhielt 1956 ein Stipendium an der Harvard University in den Vereinigten Staaten. Bruno Wiefel war bis 1962 als parlamentarischer Verbindungssekretär in Bonn tätig und wurde im Anschluss geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Bauvereins in Opladen. Dem Deutschen Bundestag gehörte er von 1965 bis 1987 an. Im Parlament vertrat er den Wahlkreis Leverkusen - Opladen. Bruno Wiefel erhielt außerdem dreimal das Bundesverdienstkreuz und ist Ehrenringträger der Stadt Leverkusen.

 

Der geplante Park an der Westseite der Campusbrücke soll den Namen Brückenpark erhalten. Die Straße, die an den Brückenpark grenzt, soll daher den Namen „Am Brückenpark“ erhalten.

 

Der Platz am südlichen Teil der Europa-Allee in Verlängerung der Wilhelmstraße soll den Namen Henkelmännchen-Platz erhalten. Bis zu Beginn der 2000er Jahre befand sich an dieser Stelle eine Fußgängerbrücke. Diese Brücke wurde früher von vielen Frauen genutzt, um ihren Männern im Ausbesserungswerk das Mittagessen vorbei zu bringen. Dazu nutzten sie die sogenannten Henkelmännchen. Im Volksmund hieß die Brücke daher Henkelmännchenbrücke. Der Namensvorschlag ist eine Anregung des Opladener Geschichtsvereins.

 

Der Straßenverlauf der Goethestraße wird verlängert. Es wird daher vorgeschlagen, dieses Straßenstück nicht mit einem eigenen Namen zu versehen, sondern es der Goethestraße zuzuordnen.

 

(Hinweis des Fachbereichs Oberbürgermeister, Rat und Bezirke: Die Anlage ist im Ratsinformationssystem Session auch in vergrößerter Darstellung einsehbar.)


Schnellübersicht über die finanziellen bzw. bilanziellen Auswirkungen, die beabsichtigte Bürgerbeteiligung und die Nachhaltigkeit der Vorlage

 

Ansprechpartner/in / Fachbereich / Telefon: Herr Gotter / FB 62 / 0214/406-6210

(Kurzbeschreibung der Maßnahme, Angaben zu § 82 GO NRW bzw. zur Einhaltung der für das betreffende Jahr geltenden Haushaltsverfügung.)

 

 

A) Etatisiert unter Finanzstelle(n) / Produkt(e)/ Produktgruppe(n):

(Etatisierung im laufenden Haushalt und mittelfristiger Finanzplanung)

 

 

B) Finanzielle Auswirkungen im Jahr der Umsetzung und in den Folgejahren:

(z. B. Anschaffungskosten/Herstellungskosten, Personalkosten, Abschreibungen, Zinsen, Sachkosten)

 

Die Benennung der Straßen hat keine finanziellen Auswirkungen.

 

C) Veränderungen in städtischer Bilanz bzw. Ergebnisrechnung / Fertigung von Veränderungsmitteilungen:  

(Veränderungsmitteilungen/Kontierungen sind erforderlich, wenn Veränderungen im Vermögen und/oder Bilanz/Ergebnispositionen eintreten/eingetreten sind oder Sonderposten gebildet werden müssen.)

 

kontierungsverantwortliche Organisationseinheit(en) und Ansprechpartner/in:

 

D) Besonderheiten (ggf. unter Hinweis auf die Begründung zur Vorlage):

(z. B.: Inanspruchnahme aus Rückstellungen, Refinanzierung über Gebühren, unsichere Zuschusssituation, Genehmigung der Aufsicht, Überschreitung der Haushaltsansätze, steuerliche Auswirkungen, Anlagen im Bau, Auswirkungen auf den Gesamtabschluss.)

 

 

E) Beabsichtigte Bürgerbeteiligung (vgl. Vorlage Nr. 2014/0111):

Weitergehende Bürgerbeteiligung erforderlich

 

Stufe 1

Information

Stufe 2

Konsultation

 

Stufe 3

Kooperation

 

[nein]

   [ja]   [nein]

[ja]   [nein]

    [ja]   [nein]

Beschreibung und Begründung des Verfahrens: (u.a. Art, Zeitrahmen, Zielgruppe und Kosten des Bürgerbeteiligungsverfahrens)

 

 

 

F) Nachhaltigkeit der Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes:

Klimaschutz  betroffen

Nachhaltigkeit

 

kurz- bis

mittelfristige Nachhaltigkeit

 

langfristige Nachhaltigkeit

 

 [nein]

[ja]   [nein]

[ja]   [nein]

[ja]   [nein]