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Name:2020/0226  
Aktenzeichen:651-AB
Art:Beschlussvorlage  
Datum:02.12.2020  
Betreff:Lise-Meitner Gymnasium, Am Stadtpark 50
- Erweiterung für G9 und Ersatzbau für das Containergebäude
- Planungsbeschluss
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Beschlussentwurf:

 

1.    Der Vorentwurfsplanung des Fachbereichs Gebäudewirtschaft für den Erweiterungsbau für das Lise-Meitner-Gymnasium, Am Stadtpark 50 (Erweiterung für G9 und Ersatzbau für das Containergebäude) wird zugestimmt.

 

2.    Die prognostizierten Gesamtbaukosten für die Maßnahme betragen gemäß Kostenschätzung nach heutigem Stand 11.891.000 €, einschließlich Mehrwertsteuer.

 

3.    Die zur Finanzierung erforderlichen Mittel werden im Finanzplan unter der Finanzstelle 65000170011164, Finanzposition 783100, bereitgestellt. Der Beschluss erfolgt vorbehaltlich der Beschlussfassung durch den Rat zum Haushalt 2021 und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.

 

4.    Die Planung ist auf Grundlage der Vorplanung fortzuführen.

 

gezeichnet:

                                      In Vertretung              In Vertretung               In Vertretung

Richrath                      Adomat                        Märtens                        Deppe


Begründung:

 

Am 08.04.2019 hat der Rat der Stadt Leverkusen mit der Vorlage Nr. 2019/2724 den Maßnahmen zur Schulentwicklung und Bestandserhaltung zugestimmt. Die im Beschluss enthaltene Projektliste sah die Maßnahme am Lise-Meitner-Gymnasium in Priorität 1 vor. Mittlerweile ist die Maßnahme in Priorität 0 gelistet, wie dem parallel zu beratenden 2. Sachstandsbericht zur Schulentwicklung und Bestandserhaltung zu entnehmen ist (siehe Vorlage Nr. 2020/0263). Flankierend ergänzt wird diese Vorlage durch den Sachstandsbericht zu G9 mit der Vorlage Nr. 2018/2415 „Gesetz zur Neuregelung der Bildungsgänge am Gymnasium - Konzeption zur Herstellung der Rahmenbedingungen“.

 

Bestand

Der Gebäudekomplex des Lise-Meitner-Gymnasiums besteht aus mehreren, in unterschiedlichen Baujahren erstellten Gebäudetrakten. Die ältesten Gebäude entstanden in den 1950er Jahren, weitere Erweiterungen folgten; zuletzt erhielt die Schule im Jahr 2011 mit einem neuen Mensabereich eine bauliche Ergänzung. In den vergangenen Jahren erfolgte bereits die Sanierung der Gebäudetrakte 1, 2 und 3, einschließlich Pausenhalle sowie die Sanierung der Turnhalle und der Sporthalle.

 

Planung

Zurzeit sind 13 Klassen des Gymnasiums in einem angemieteten Containergebäude auf dem Schulgrundstück untergebracht. Das Containergebäude gilt als temporäres Bauwerk und ist in absehbarer Zeit zu räumen und zurückzubauen. Für das Containergebäude ist Ersatz in Form eines Neubaus zu schaffen. Die Rückkehr des gymnasialen Bildungsgangs zu G9 ist durch das Land NRW beschlossen. Aufgrund dieser Entscheidung und unter Berücksichtigung der Entwicklung der Schülerzahlen wird zusätzlicher Schulraum erforderlich. Der zusätzliche Raumbedarf für G9 ist ebenfalls im Neubau abzubilden.

 

Die Schule verfügt derzeit über 2 Informatikräume. Dies ist schon jetzt nicht ausreichend für ein 5-zügiges Gymnasium mit Oberstufe. Ein weiterer Raum wird benötigt. Die Schule möchte am „Modellvorhaben Informatik“ teilnehmen, wo Kinder der Klassen 5 und 6 Grundkenntnisse im Fach Informatik erhalten. Darüber hinaus wird ein Informatik-Leistungskurs angeboten.

 

Auf ein dezentrales Lehrerzimmer im Neubau soll verzichtet werden. Stattdessen ist vorgesehen, im Verwaltungsbereich das vorhandene Lehrerzimmer zu erweitern. Da hierfür ein Lehrerarbeitsbüro aufgelöst werden muss, sollen im Neubau weitere Lehrerarbeitsplätze entstehen. Durch den Einbau eines Aufzugs als auch von barrierefreien WCs wird der Erweiterungsbau auch für Personen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich gemacht.


Zusammenfassung des Bedarfes entsprechend der Vorgaben des Fachbereichs Schulen:

 

Neubau

Raum

Anzahl

Größe in m²

Klassenraum

18

70

Informatikraum

3

70-75

Lehrerarbeitsplätze
(aufgeteilt in 2 oder 3 Büros)

 

5

15-20

(abhängig. von Anzahl der Arbeitsplätze)

Besprechungsraum

1

15

Sanitäranlagen

nach BQA an Leverkusener Schulen

 

Behindertengerechtes WC

nach DIN 180440 Teil 1

 

Cluster / offene Lernlandschaften

2

60

 

Auf dem Schulgrundstück soll der geplante Neubau südlich des Hauptgebäudes entstehen. Die Geschosse werden über das zentral liegende und zum Boulevard orientierte Treppenhaus erschlossen. Durch den im Treppenhaus angeordneten Aufzug sind alle Geschosse barrierefrei erreichbar. In den Geschossen befinden sich fünf jeweils ca. 70 qm große Klassenräume mit einem dazwischen geschalten ca. 60 qm großen Multifunktionsraum. An den Kopfseiten der Geschosse, ebenfalls am Boulevard orientiert, gruppieren sich der Informatikraum und die Sanitärräume, die sich über drei Geschosse erstrecken. In der Mitte des Gebäudes befinden sich verteilt Lerninseln mit je einem Lehrmittelraum, WC-Anlagen für Lehrer und Lehrerinnen, ein Putzmittelraum, Lager und Technikräume.

 

Das geplante „Cluster“ ist als offene Lernlandschaft konzipiert. Im „Cluster“ sind die Verkehrs- und Erschließungsflächen als zusätzliche Aufenthaltsbereiche für die Nutzenden und Orte des differenzierten Lernens, alleine oder in Kleingruppen, berücksichtigt. Von hier aus werden auch die Stammklassenräume und die transparenten, zwischengeschalteten Multifunktionsräume erschlossen.

 

Klimaschutz

Es wird noch geprüft, ob und an welcher Stelle eine Fassadenbegrünung möglich ist. Der Wärmeschutz der Gebäudehülle wird die gesetzliche Mindestanforderung des Gebäudeenergiegesetzes unterschreiten.

 

24 Bäume im näheren Umfeld des neuen Gebäudes müssen aus bautechnischen und entwässerungstechnischen Gründen gefällt werden. Im Zuge der Baumaßnahme werden in diesem Bereich 19 neue Bäume gepflanzt und neue Pflanzbereiche entstehen. Die Räume werden über eine hoch effiziente, zentrale, raumlufttechnische Anlage belüftet, die mit einer über 80%igen Wärmerückgewinnung (WRG) ausgestattet werden soll. Darüber hinaus ist zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes (Hitzeschutz, Überhitzung) eine Adiabate Kühlung geplant. Die Beleuchtung wird hoch effizient mit LED Technik mit Präsenzmeldern und tageslichtabhängiger Steuerung ausgestattet.

 

Das Flachdach erhält eine extensive Dachbegrünung. Die Montage einer Photovoltaikanlage wird für das benachbarte Dach der 3-fach Sporthalle geprüft. Als Energieträger wird die vorhandene Fernwärme genutzt, die einen sehr guten Primärenergiefaktor aufweist. Die Beheizung der Räume soll mit einer Niedertemperatur-Fußbodenheizung geregelt werden. Die Räume im Neubau sollen bedarfsgerecht über CO2-Sensortechnik gesteuert werden.

 

Kosten

Die Kosten betragen nach Kostenschätzung 11.891.000 €, einschließlich Mehrwert-steuer.

 

Fortführung der Planung

Architektenleistung:                                                Hahn Helten Architektur, Aachen,

Tragwerksplanung:                                     Ingenieurbüro Müller+Raring, Leverkusen,

Bauphysik/Energiepass:                            Ingenieurbüro Thor, Bergisch-Gladbach,

Ingenieurleistung HLS:                              Soethout Ingenieure, Köln,

Ingenieurleistung Elektro:                          Weigelt Ingenieurgesellschaft, Köln.

 

Es ist beabsichtigt, die bauliche Umsetzung durch einen Generalunternehmer durchführen zu lassen.

 

Terminplanung

Nach Fertigstellung der Planung ist – voraussichtlich in der 2. Jahreshälfte 2021 – der Baubeschluss zu erwirken. Es ist vorgesehen, Anfang Februar 2023 mit der Bauausführung zu beginnen.

 

Abstimmung mit den Nutzern

Die Planung ist mit dem Fachbereich Schulen sowie der Schule abgestimmt.

 

Planunterlagen

Die Anlagen liegen den Fraktionen, Gruppen und Einzelvertretern des Rates als verbindlicher Bestandteil der Vorlage vor. Zudem besteht für Mandatsträgerinnen und Mandatsträger die Möglichkeit, diese Unterlagen in Session aufzurufen und einzusehen. Die interessierte Öffentlichkeit kann über das Ratsinformationssystem auf der städtischen Homepage ebenfalls alle öffentlichen Unterlagen einsehen.


I) Finanzielle Auswirkungen im Jahr der Umsetzung und in den Folgejahren

 

 Nein (sofern keine Auswirkung = entfällt die Aufzählung/Punkt beendet)

 

 Ja – ergebniswirksam

Produkt:       Sachkonto:      

Aufwendungen für die Maßnahme:      

Fördermittel beantragt:   Nein   Ja       %

Name Förderprogramm:      

Ratsbeschluss vom       zur Vorlage Nr.      

Beantragte Förderhöhe:      

 

 Ja – investiv

Finanzstelle/n: 65000170011164 Finanzposition/en: 783100

Auszahlungen für die Maßnahme: €

Fördermittel beantragt:   Nein   Ja       %

Name Förderprogramm: G9 Förderung vorgesehen

Ratsbeschluss vom       zur Vorlage Nr.      

Beantragte Förderhöhe:      

 

Maßnahme ist im Haushalt ausreichend veranschlagt

 Ansätze sind ausreichend

 Deckung erfolgt aus Produkt/Finanzstelle      

 in Höhe von      

 

Jährliche Folgeaufwendungen ab Haushaltsjahr: 2024

 Personal-/Sachaufwand:      

 Bilanzielle Abschreibungen:

Hierunter fallen neben den üblichen bilanziellen Abschreibungen auch einmalige bzw. Sonderabschreibungen.

 Aktuell nicht bezifferbar

 

Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam) ab Haushaltsjahr:      

 Erträge (z. B. Gebühren, Beiträge, Auflösung Sonderposten):      

Produkt:       Sachkonto      

 

Einsparungen ab Haushaltsjahr:      

 Personal-/Sachaufwand:      

Produkt:       Sachkonto      

 

 ggf. Hinweis Dez. II/FB 20:            

 

II) Nachhaltigkeit der Maßnahme im Sinne des Klimaschutzes:

Klimaschutz  betroffen

Nachhaltigkeit

 

kurz- bis

mittelfristige Nachhaltigkeit

langfristige Nachhaltigkeit

 

 ja   nein

 ja   nein

 ja   nein

 ja   nein